29 Okt 2008
Witsius II.2: Einführung in den Bund der Erlösung
Der Bund der Erlösung wird folgendermaßen definiert: “Der Vater gibt den Sohn als Haupt und Erlöser der Erwählten und der Sohn zeigt sich als Bürge oder Garant für sie.” Dieser Bund besteht zwischen Gott und dem Mittler, nicht zwischen den Auserwählten und Gott. Die Erwählten ernten einfach nur den Nutzen dieser Übereinkunft zwischen Gott und dem Mittler.
Die Schrift legt die Realität eines solchen Bundesschlusses dar und wir wollen dies mithilfe der Schrift zeigen und die Notwendigkeit eines solchen Bundes beweisen.
Zuerst sollten wir das Wesen der Sakramente betrachten, denen Christus teilhaftig wurde, denn sie sind Hinweise auf den Bund der Erlösung. Lukas 22,29: “und ich verordne euch, wie mein Vater mir verordnet hat, ein Reich”. Das griechische Wort διατίθεμαι (”über einen Bund verfügen”) könnte so besser ausgedrückt werden: “und ich übergebe euch durch Bundesschluss, wie mein Vater mir durch Bundeschluss übergeben hat, ein Reich.” (vgl. Hebr 7,22). Er ist ein Bürge – Er vertritt uns vor Gott und übermittelt uns Seine Verheißungen. Er verpflichtete sich dazu die Bedingungen des Bundes zu erfüllen, wo wir es nicht könnten (Gal 3,17).
Die zwei Parteien, die sich gegenseitig verpflichten sind: Auf der einen Seite, Gott, auf der anderen Seite Christus; die Übereinkunft beider Seiten wird umgesetzt. Christus ist der Same, an den alle Verheißungen Gottes gerichtet sind und vervollständigt werden.
Er ist der Vollstrecker des Testaments ( διαθήκη ). Die besondere Beziehung zwischen dem Vater und dem Sohn, nämlich dass Christus Gott “Vater” nennt und dass Gott Christus “Knecht” nennt weist auf den Bund der Erlösung (Jes 49,5-6) hin. In dieser Unterordnung als Diener besteht das ganze Wesen des Bundes. Christus nennt Gott seinen Vater und der Vater nennt Christus seinen Knecht.
Hier stehen Vater und Sohn im Bund (Ps 16,2; Jes 53,2). Der Bund wurde vom Vater vorgeschlagen (Joh 10,18) und schließt eine Verheißung und das Recht eine Verheißung zu erbitten auf der Grundlage von Gehorsam ein (Joh 10,18; Joh 12,49; Ps 2,8; Jes 53,10-12). Diese Bund wurde vom Sohn angenommen (Joh 14,31; Ps 40,7-8). Hier verstehen viele falsch, auf welche Weise der Bund der Gnade den Gehorsam zur Bedingung hat. Christus nahm solchen Gehorsam für die Erwählten, und für sie allein, an und sie werden deswegen solch einen Bund mit Gott halten können. Christus musste den Bund erfüllen und halten, damit dies alles für die Erlösung von Menschen wirksam wird.
Daher wird er bei seiner Taufe als solcher gesehen, der alle Gerechtigkeit erfüllt. Der Vater erklärte, dass er die Bürgschaft akzeptiert: “Du bist mein lieber Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen” (Lk 3,22). Diese Dinge wurde durch das Symbol des auf ihn kommenden Heiligen Geistes versiegelt.








